Radio war 2013 richtig gut und wird 2014 noch besser

Standard

 

2013 war ein gutes Jahr fürs Radio (Audio). Das habe ich nicht als erster herausgefunden: Siobhan McHugh hat in ihrem Jahresend-Blogeintrag persönlich resümiert, was sich 2013 alles geändert oder ergeben hat. Hier möchte ich auch ein paar Sachen erwähnen, die aus meiner  Sicht besonders  waren.

Dazu gehört, wie Siobhan schon geschrieben hat, natürlich die Gründung des RadioDoc Reviews, dem ersten Journal, das sich ausschließlich Radio-Features und -Dokumentationen widmen wird. Die erste Ausgabe ist für März 2014 geplant und soll online (frei?) verfübar sein.

Dann, und ich glaube, das weiß jeder, der in der zweiten Jahreshälfte mal länger oder kürzer mit mir sprechen durfte: Roman Mars hat mit seiner Show 99% Invisible über 375.000$ bei Kickstarter für die nächste Season gesammelt. Ab nächstem Jahr gibt es dann wöchentlich eine Folge 99% Invisible auf die Ohren. Wie ich die Zeit zum Hören finden soll, weiß ich noch nicht. Aber ich freue mich wahnsinnig über diesen Erfolg, gerade weil ich im letzten Jahr einige, wirklich bemerkenswerte Folgen entdeckt habe:

  • Unbuilt befasst sich mit etwas, das gar nicht gebaut wurde. Die Folge zeigt wunderbar, wie man auch über Nicht-Ereignisse in einer grandiosen Art und Weise erzählen kann.
  • Mein größtes Highlight war aber An Architect’s Code, welche sie mit der ethischen / moralischen Verantwortung von Architekten auseinandersetzt, die Pläne für Gefängnisse entwerfen. Die Folge ist so schön, dass ich sie hier gleich einhänge, damit ihr sie sofort hören könnt:
  • Zum Schluss noch ein paar weitere Empfehlungen: Heyoon, The Broadcast Clock und The Man Of Tomorrow.

Auch Jad und Robert von Radiolab haben 2013 eine Menge an schönen Geschichten gebaut. Besonders gefallen hat mir damals Blame, weil sie mit der Folge zeigen, dass man auch ernste Themen unterhaltsam aufbereiten kann. Ohne todernst zu sein und ohne die Betroffenen schlecht dastehen zu lassen.

Außerdem habe ich seit September eine neue Stelle in der Uni. Mein Chef wird die nächsten drei Jahre im Projekt Transnational Radio Encounters die internationale / europäische Radiokultur erforschen. Gemeinsam mit fünf internationalen Partnern (Universitäten), die alle ein unglaubliches Interesse am (guten, alten) Radio haben. Ich bin gespannt, was die Zeit bringt. 🙂

Bei den Radiodays Europe 2013 durfte ich als Freiwilliger helfen – und habe Robert Krulwich getroffen – und über eine Stunde mit ihm über sein Programm und Radiomachen gesprochen. :)

Bei den Radiodays Europe 2013 durfte ich als Freiwilliger helfen – und habe Robert Krulwich getroffen – und über eine Stunde mit ihm über sein Programm und Radiomachen gesprochen. 🙂

Auch die Jungs von Detektor haben mit Crowdfunding einen recht beachtlichen Erfolg eingefahren: Sie haben für ein neues Studio über 15.000 Euro gesammelt. Über 400 SpenderInnen haben gezeigt, dass auch im Privatradio anspruchsvolle Inhalte eine Menge Geld werd sind. Gerade, wenn man sie nach ihrer Ausstrahlung jederzeit und unbegrenzt im Netz hören kann.

Wenn wir 2014 im Radio/Audio-Bereich so weitermachen, kann man sich eigentlich nur breitgrinsend auf die folgenden Monate freuen. Ob wir es dann noch Radio oder Audio nennen, ist dafür an sich erstmal nicht so wichtig.

One thought on “Radio war 2013 richtig gut und wird 2014 noch besser

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

* The confirmation to GDPR is mandatory.

I confirm