Der Freitag hat heute einen sehr langen, lesenswerten Artikel über die beiden Voyager-Sonden von seinem Partnerblatt Guardian veröffentlicht.

Die Geschichte der beiden Sonden fing  im letzten Jahrtausend an: Da fasst man die Idee, Weltraumsonden auf eine unendliche Reise durch das Universum zu schicken. 1977 schickte man dann die beiden Sonden tatsächlich ins All. In regelmäßigen Abständen sollten sie Bilder anfertigen und diese zur Erde zurückschicken. (Dass und wie das bis heute funktioniert, ist mir persönlich noch ein Rätsel.) Bis 2025 sollen die beiden Sonden ihre System noch erhalten und wissenschaftliche Daten zur Erde senden. Danach werden diese abgeschaltet, die beiden Sonden treiben aber weiter noch im All …

Neptun und Triton. (Foto: Nasa)
Neptun und Triton. (Foto: Nasa)

Die Geschichte ist, da es 1977 losging, nicht unbedingt neu. Schön ist sie alle mal, gerade weil der Ton eine besondere Rolle spielt: Die NASA-Wissenschaftler wollten nicht nur Sonden ins All schicken und dieses erkunden. Sie haben gleichzeitig überlegt, wie man den “unendlichen Weiten” eine Art menschliches Vermächtnis hinterlassen könnte. Texte, Bücher, Bilder? Die müsste man lesen bzw. ihren Kontext verstehen können. Man hat sich schließlich dafür entschieden, eine goldüberzogene Schallplatte anzufertigen – mit einzigartigen Geräuschen, Tönen und Musik, die uns als Menschheit ausmachen sollen: Unter anderem Mozart, das Schreien eines Babys, der Klang eines Kusses, Sprachen und Walgeräuschen.

Natürlich haben sich auch die guten Leute von WNYC Radiolab mit den Weltraumsonden beschäftigt und ein sehr schönes Stück dazu produziert.

Sollte es also irgendwas da draußen geben, werden wir – irgendwann? – nicht gesehen, gelesen, sondern GEHÖRT werden. Obwohl es natürlich extrem unwahrscheinlich ist, dass irgend jemand/etwas diese Sonden findet, hat diese Idee etwas unglaublich Romantisches. Findet ihr nicht?

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